Gault-Millau WeinGuide am Ende?
Veröffentlicht am 3. Juli 2009 in der Rubrik »Allgemein«
Das dürfte den Herausgebern des Gault-Millau WeinGuide überhaupt nicht schmecken: Auf das Schreiben, das der Christian-Verlag kürzlich an die im Weinführer aufgeführten Weingüter versandt hatte, reagierte nun eine Gruppe von Top-Winzern. In dem von ihnen unterzeichneten offenen Brief heißt es unter anderem: »Die Unterzeichner werden Ihrem Wunsch nach finanzieller Unterstützung [...] nicht entsprechen. Sie sind sich der wein-politischen Brisanz dieser öffentlichen Aussage sehr wohl bewusst und erachten [...] das Verhältnis zum Gault-Millau als so gestört, dass sie von nun an keine Probeweine mehr einreichen werden. Gleichzeitig erwarten sie, dass in Zukunft auf einer Publikation von Verkostungsergebnissen ihrer Weine und einer Beschreibung ihrer Weingüter abgesehen wird.« Vielsagend der Schlusssatz: »Für die oft sehr angenehme Zusammenarbeit mit vielen an der Entstehung des Gault-Millau Beteiligten bedanken wir uns.«
Zu den 14 Erstunterzeichnern des offenen Briefs dürften sich schnell weitere Betriebe hinzugesellen — was höchstwahrscheinlich das Aus für den WeinGuide bedeuten wird. Dass sich ausgerechnet Weingüter zu diesem Schritt bewogen fühlen, die in der Vergangenheit von der Veröffentlichung sehr guter Weinkritiken in hohem Maße profitiert haben, mutet auf den ersten Blick kurios an, zeigt jedoch eindrucksvoll, wie zerrüttet das Verhältnis zwischen den Herausgebern und der Winzerschaft tatsächlich schon seit längerem gewesen sein muss. Denn dass es den Winzern lediglich um den Geldbetrag und den »guten Ton« geht, können sie ihren Frisören erzählen, vermutlich werden es aber nicht einmal die glauben.
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Dein letzter Satz ist mit das Beste, was ich bisher lesen konnte…
[...] Werner Elflein [...]
Möchte mich dem Dirk Würtz anschließen.
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