Clemens Busch: Wie anno 1811?
Veröffentlicht am 30. August 2007 in der Rubrik »Degustation« | 2 Kommentare
Es mag auf den ersten Blick paradox anmuten: Obwohl sich Clemens Busch in den vergangenen Jahren vor allem mit seinen trockenen Rieslingen einen Namen gemacht hat, werden in dem Pündericher Familienweingut seit einigen Jahren zunehmend mehr Weine mit deutlich schmeckbarer »Restsüße« erzeugt, die über ein halbtrockenes bis feinherbes Geschmacksprofil verfügen. Mit geringeren Alkoholwerten als ihre trockenen Pendants aus früheren Jahrgängen warten diese Mostgewichts-Auslesen jedoch in der Regel nicht auf. Gesetzlich trocken ausgebaut, würden sie allerdings in den meisten Fällen die Alkoholtoleranz der Weinfreunde auf eine harte Probe stellen. Weiterlesen »
1999: Schwieriges Jahr, guter Cos d’Estournel
Veröffentlicht am 21. August 2007 in der Rubrik »Degustation« | Bisher keine Kommentare
1999er
Château Cos d’Estournel
AC Saint-Estèphe
Dunkles Kirsch-/Rubinrot, am Rand mit leicht ins Violettrot tendierenden Aufhellungen. Nach dreistündigem Luftkontakt im Dekanter mit würzigem, von Röstnoten geprägtem Duft nach Haselnuss, roter Johannisbeere, dunkler Kirsche, Schokolade und Kaffee. Daneben aber auch Anklänge von Lack. Nach sieben Stunden erweitert sich das Bukett um dezente, fruchtig-»aufhellende« Aromen, die an Orangen- oder Mandarinenschale erinnern. Am Gaumen verfügt der Cos d’Estournel über eine für den Jahrgang bemerkenswerte Substanz. Lediglich ein moderater Mangel an Vielschichtigkeit lässt die nicht einfache Wettersituation im Herbst 1999 in Saint-Estèphe erahnen. Weiterlesen »
Martin Müllen: Auf leisen Sohlen in die Spitzengruppe
Veröffentlicht am 21. August 2007 in der Rubrik »Degustation« | Bisher keine Kommentare
Von den Verkostern der einschlägigen Fachmagazine erfahren die Weine von Martin Müllen nur selten jene Wertschätzung, die sie in den Augen kenntnisreicher Mittelmoselfreaks bereits seit Jahren verdienen. Mit lediglich zwei von fünf möglichen »Trauben« rangiert der zurückhaltende und stets freundliche Trabener im Gault-Millau WeinGuide derzeit unverständlicherweise noch »unter ferner liefen«, Wein-Plus.de zeigt sich mit drei von fünf »Sternen« augenscheinlich etwas spendabler, erkennt das enorme Entwicklungspotenzial vor allem der frucht- und edelsüßen Rieslinge jedoch häufig nicht. Dabei kann Martin Müllen, der 1991 seinen ersten eigenen Jahrgang vinifizierte, heute eine Kollektion hervorragend gereifter Weine aus seiner »Gründerzeit« vorstellen, wie sie faszinierender kaum sein könnte. Weiterlesen »
Against all Odds
Veröffentlicht am 5. August 2007 in der Rubrik »Degustation« | Bisher keine Kommentare
1989 gilt nicht gerade als das Paradejahr für deutsche Rieslinge, und der Botrytis wegen schon gar nicht für trocken ausgebaute Exemplare. Umso erstaunlicher präsentiert sich heute, nach nunmehr 18 Jahren, eine 1989er Forster Elster Riesling Spätlese trocken aus dem Forster Weingut Georg Mosbacher. Weiterlesen »
Aktuell
- Alexander Laible: 2007er Riesling trocken *** »Chara« (nachverkostet)
- Müller-Catoir: 1998er Haardter Mandelring Scheurebe Auslese
- Hochmoselübergang: Gerd Schinkels Protestsong
- Wieviel kostet der Hochmoselübergang wirklich?
- Hochmoselübergang: Forderung nach Rundem Tisch
- Meyer & Sohn: 2009er Rhodther Ordensgut Rotwein-Cuvée »Ein Liter Rhodt« trocken
- Mosel: Erneut tödlicher Arbeitsunfall
- Jos. Christoffel jr.: 2003er Ürziger Würzgarten Riesling Auslese ***
- Hans Wirsching: 2008er Iphöfer Kalb Silvaner Spätlese trocken
- Reinhold Haart: 2003er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese (nachverkostet)
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