Verdeckt oder offen?
Veröffentlicht am 4. Juni 2010 in der Rubrik »Meinung« | Bisher keine Kommentare
Vor geraumer Zeit hatte ich in einer Antwort auf eine Leserzuschrift angekündigt, einmal zu einer Frage Stellung zu beziehen, die nicht selten (zurecht oder nicht) zur Gretchenfrage erhoben wird, wenn es um das professionelle Verkosten von Wein geht, nämlich die Frage, ob Verkostungen grundsätzlich verdeckt stattfinden sollten, oder nicht. Der Gault-Millau WeinGuide widmet sich dieser Streitfrage in seiner 2010er Ausgabe. Weiterlesen »
Die »Methode Geisenheim« — oder: Nichts Neues im Westen
Veröffentlicht am 3. November 2009 in der Rubrik »Degustation, Meinung« | 5 Kommentare
»Den Geschmack seiner Kunden zu kennen ist im Weingeschäft das A und O. Eine aktuelle Studie der Forschungsanstalt Geisenheim im Auftrag des Weinverbandes Bordeaux & Bordeaux Supérieur erleichtert Ihnen jetzt, die passenden Weine dieser Appellationen für Ihre Kunden zu entdecken.« — soweit die Website des Verbands. Weiterlesen »
Baden und Württemberg 2009: »Aufsäuern« erlaubt
Veröffentlicht am 23. September 2009 in der Rubrik »Meinung« | 4 Kommentare
Jetzt ist es amtlich: Nach 2003 dürfen die Winzer in den südlichen deutschen Anbaugebieten Baden und Württemberg auch den Mosten und Weinen ihres Jahrgangs 2009 Weinsäure zusetzen. Angeblich, weil die Säurewerte in einigen Regionen recht niedrig lägen. Weiterlesen »
Buchautor Bernd Schulz zu Hochmoselübergang, Moselsporn und Graacher Schanzen
Veröffentlicht am 22. August 2009 in der Rubrik »Meinung« | 1 Kommentar
Der in Aachen lebende Bernd Schulz ist Mitautor des Buches Weinwanderungen an der Mosel. Durch seine zahlreichen Aufenthalte in der vom Hochmoselübergang bedrohten Region kennt er vor allem den Moselsporn zwischen Trarbach und Bernkastel wie seine Westentasche. Nachfolgend sein Kommentar zur Monsterbrücke. Weiterlesen »
Kernkompetenzen
Veröffentlicht am 7. August 2009 in der Rubrik »Meinung« | Bisher keine Kommentare
Typische Situation in der deutschen Gastronomie: Jahrgang und/oder Erzeuger eines angebotenen Weines werden grundsätzlich erst auf Anfrage und nach Recherche durch das Servicepersonal genannt. Selbst in ambitionierteren Restaurants bleibt mir als Gast hartnäckiges Nachfragen oft nicht erspart, und nicht selten stellen sich Frau Oberin und Herr Ober auch noch ausgesprochen dämlich an: »Ich weiß nicht, wo das auf der Flasche steht«, war noch eines der harmloseren Aussagen, die ich bis dato zu hören bekam.
Obwohl die wirtschaftlichen Zwänge — allein mit Speisen lässt sich kaum Geld verdienen — die Gastgeber zwingen, ihre Gewinne mit dem Verkauf von Getränken, und hier insbesondere von Wein, einzufahren, stellt es anscheinend für viele Gastronomen eine Zumutung dar, sich auch nur ansatzweise kompetent mit dem Thema Wein auseinander setzen zu müssen. Weiterlesen »
Der Gault-Millau WeinGuide und die liebe Konkurrenz
Veröffentlicht am 3. August 2009 in der Rubrik »Meinung« | Bisher keine Kommentare
Dass der eine oder andere Mitbewerber die anhaltende Schmierenkomödie um den deutschen Gault-Millau WeinGuide zu Werbung in eigener Sache nutzen würde, war abzusehen. Gerhard Eichelmann, Herausgeber des Weinführers »Deutschlands Weine«, nahm die Affäre um die »freiwillige Teilnahmegebühr« auch sogleich zum Anlass, in einem Brief an die »Kollegen von der Presse« ausdrücklich zu erklären, dass Verkostungsgebühren bei ihm nicht anfielen. Weiterlesen »
Rücktritt von Armin Diels eine »positive Weiterentwicklung unserer Weinkultur«?
Veröffentlicht am 11. Juli 2009 in der Rubrik »Meinung« | 6 Kommentare
In dem offenen Brief, mit dem sich die unterzeichnenden Weingüter gegen die vom Verlag des Gault-Millau WeinGuide erhobene »freiwillige Teilnahmegebühr« zur Wehr setzen, ist — ich darf diesen Fakt im Folgenden als bekannt voraussetzen — von einer »positiven Weiterentwicklung unserer Weinkultur« die Rede. Dass eine solche durch den Rücktritt von Armin Diel auf den Weg gebracht wurde, darf jedoch bezweifelt werden. Weiterlesen »
Winzer, was wollt ihr (wirklich)?
Veröffentlicht am 3. Juli 2009 in der Rubrik »Meinung« | 2 Kommentare
In dem offenen Brief, mit dem führende deutsche Winzer erklären, den Gault-Millau WeinGuide nicht mehr länger mit Probeweinen zu unterstützen, ist unter anderem von einer »positiven Weiterentwicklung unserer Weinkultur« die Rede. Weiter ausgeführt wird dieser diffuse Gedanke allerdings nicht. Wie sollte eine solche Weiterentwicklung aussehen? Gehören hierzu nicht auch kritische Medien? Und wenn ja, wie würde sich eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Winzern und Weinjournalisten gestalten? Essenzielle Fragen, die von den Winzern bisher nicht einmal ansatzweise beantwortet wurden. Weiterlesen »
Quo vadis Weinguides?
Veröffentlicht am 15. Juni 2009 in der Rubrik »Meinung« | 8 Kommentare
»Quo vadis Weinjournalismus?« titelte am vergangenen Dienstag Michael W. Pleitgen in seinem Blog »Weinakademie Berlin« und führte sehr treffend unter anderem aus: »In der Branche scheint es mittlerweile als abgemacht zu gelten, dass man mit den Publikationen als solchen kein Geld verdienen kann. [...] Die Symbiose von Anzeigen und originärem Content ist immer enger geworden.«
Keine guten Voraussetzungen also insbesondere für redaktionelle Mitarbeiter und Verkoster so genannter Weinguides, die gegenüber ihren Lesern selbst dann noch zumindest eine Fassade scheinbarer Seriosität aufrecht zu erhalten suchen, wenn Verlag und Herausgeber zur Finanzierung des Buches oder der Onlinepräsenz längst zu sehr fragwürdigen Geschäftspraktiken gegriffen haben. Weiterlesen »
Frau Schavan und der Genmais
Veröffentlicht am 18. April 2009 in der Rubrik »Meinung« | Bisher keine Kommentare
Angesichts ihrer in fachlicher Hinsicht nur als strunzdumm zu bezeichnenden Reaktion auf das aktuelle Genmais-Verbot hätte ich mich unter anderen Umständen ernsthaft gefragt, an welcher Schule die derzeit amtierende Bundesforschungsministerin Annette Schavan einst ihr Abitur nachgeschmissen bekam. Gegen das Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss kann ich jedoch nichts Schlechtes sagen, weil auch ich dort 1989 meine Hochschulreife erlangte. Zu dieser Zeit war Frau Schavan übrigens Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Nelly-Sachs-Gymnasiums, und das wäre sie meines Erachtens besser bis heute geblieben. Weiterlesen »
Ältere Beiträge »Aktuell
- Mosel: Erneut tödlicher Arbeitsunfall
- Jos. Christoffel jr.: 2003er Ürziger Würzgarten Riesling Auslese ***
- Hans Wirsching: 2008er Iphöfer Kalb Silvaner Spätlese trocken
- Reinhold Haart: 2003er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese (nachverkostet)
- Neuss: Kein Jahr für Frühburgunder
- Aus der aktuellen Besucherstatistik (August 2010)
- Winzergenossenschaft Königschaffhausen: 2005er Königschaffhauser Steingrüble Spätburgunder trocken »Regnum«
- Hochmoselübergang: Renate Künast in Ürzig
- Heymann-Löwenstein: 2002er Winninger Röttgen Riesling »Alte Reben«
- Heymann-Löwenstein: 2002er Winninger Uhlen Riesling »Roth-Lay«
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